Die Gemeinde Steinen liegt an der Westerwälder Seenplatte auf einer Höhe von ca. 400 m über NN innerhalb landwirtschaftlich genutzter Flächen im Schnittpunkt der B 8 mit der Kreisstrasse 138.

Das ca. 250 Einwohner zählende Dorf ist einer der Hauptorte unmittelbar an der “Westerwälder Seenplatte", die aus sieben Seen besteht und im 17. Jahrhundert durch den Fürsten zu Wied  als Stauseen angelegt wurde. Fast genau in der Mitte zwischen Köln und Frankfurt an der “Hohen Strasse" (an der heutigen B 8) gelegen, hat der Ort seine heutige Gestalt eigentlich erst in den letzten 30 Jahren  erfahren. In dieser Zeit sind die beiden früheren Orts- teile “Steinen"  (Unterdorf) und “Straßen" (Oberdorf) allmählich zusammen- gewachsen.
Schon früher hat es eine Zusammenlegung einiger Ortsteile gegeben. So wurde 1897 das letzte Haus der Siedlung “Stahlhofen" (in der Nähe des “Hof- gutes Schönerlen") abgerissen und (wie schon 6 Häuser vorher) in “Straßen" wieder aufgebaut. Im 14. Jahrhundert soll es unterhalb des “Fischhauses" die Siedlung “Kaulbach" gegeben haben. Hierzu gehörte auch die “Neumühle zu Kaulbach" (Kautenmühle), die bereits 1370 urkundlich  erwähnt wird.
Auf der Anhöhe zwischen Haus- und Postweiher lag im  Spätmittelalter die Ansiedlung “Schmiedingen". Der ehemalige Ortsteil “Straßen" war früher im ganzen Westerwald unter der Bezeichnung “Häuschen" bekannt (vielleicht ein Hinweis auf eine ehemalige  Zollstation mit Zollhaus).

Steinen ist im Raumordnungsplan mit  den besonderen Funktionen Erholungsgemeinde und gleichzeitig  landwirtschaftliche Gemeinde vermerkt. Die besondere Funktion  Erholungsgemeinde kennzeichnet nur die Gemein- den, die in einem  Landschaftsraum liegen, der für Naherholung und Touris- mus von besonderer Bedeutung ist. Die Westerwälder Seenplatte stellt einen solchen  Naturraum dar. Der innerhalb der Gemarkung Steinen vorhandene  Campingplatz ist als touristische Infrastruktureinrichtung von großer  Bedeu- tung und wurde sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene mit  Gold- medaillen prämiert.

Die Gemeinde hat im Jahre 1989  beschlossen, ein Dorfentwicklungskonzept erstellen zu lassen, um den  Eigenwert des Dorfes und die Funktionsfähigkeit zu sichern. Es ist  vorgesehen, die in ihm festgelegten Ziele und Maßnahmen Zug um Zug  umzusetzen. Mit dem ortsgerechten Ausbau der Ortsdurchfahrt und in dem  Zusammenhang Erneuerung der Strassenbeleuchtungsanlage wurde der wichtigste Schritt umgesetzt. Später wurde am Dorfgemein- schaftshaus das  Umfeld neu gestaltet. Hierdurch wurde die Freifläche vor dem inzwischen  auch vollständig renovierten und gut frequentierten Gemeindehaus  gestalterisch aufgewertet.

Mit dem Baugebiet Struth hat sich der Ort in den letzten Jahren in Richtung Süden ausgedehnt.


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